Interview mit dem Spiele-Designer Al Lowe
Berliner Morgenpost: Worum geht's diesmal?
Al Lowe: Larry ist auf einem Kreuzfahrtdampfer mit diesen wunderschöne
Frauen und hilft ihnen dabei, verschiedene Ziele zu erreichen. Dabei hat
er eine Menge Spaß und hier und da auch ein bißchen Sex.
BM: Hat er in dieser Folge wirklich mal Erfolg bei den Frauen?
Al: Ja, dieses Mal ist er erfolgreicher als sonst. Er kommt tatsächlich
ein paarmal zum Zuge.
BM: Aber trotzdem kann das Spiel auch für Jugendliche empfohlen
werden?
Al: Aber ja. Der Humor ist wichtiger als Sex, und so viel sieht
man wirklich nicht. Freigegeben ab 16, würde ich sagen. Richtig harter
Sex kommt nicht vor.
BM: In Amerika ist man in dieser Hinsicht noch viel prüder als
in Deutschland. Gab es da keine Probleme?
Al: Ach was, der amerikanische Mann denkt doch alle 30 Sekunden
an Sex! Aber vor zehn Jahren, als Larry 1 rauskam, war das schon ein wenig
riskant. Ein Computrespiel für Erwachsene - aber genau das war einer der
Gründe für den Erfolg. Heute gibt es eine ganze Menge CD-ROMs, die Sie
sehr viel billiger kaufen können und auf denen mehr zu sehen ist. Bei
Larry steht eindeutig der Spaß im Vordergrund.
BM: In der Literatur und anderswo passiert es oft, daß sich die
Autoren selbst in ihren Helden verewigen wollen. Ist Al Lowe Larry Laffer?
Al (lacht): Larry, das ist das leichte Leben, die Seite von mir,
die ich nie verwirklicht habe. Ich selbst bin im Spiel eher der Erzähler,
der Larry auch manchmal ermahnt. Ich benutze die Figur, um Späße zu machen
und die Leute zum Lachen zu bringe. grö